Zum Ende der ersten Hauptphase des gemeinsam von Universität Osnabrück und nifbe durchgeführten Projektes „(Selbst)kompetent bilden – Kinder nachhaltig stärken“ werden bis zum Sommer 2014 über 120 pädagogische Fachkräfte an der Fortbildung zum Thema teilgenommen haben. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass Selbstkompetenzen eine unabdingbare Voraussetzung für das Lernen von und mit Kindern sind.
Im Rahmen des interdisziplinären Projektes, in dem die nifbe-Forschungsstellen Begabungsförderung sowie Bewegung und Psychomotorik kooperieren, wird in den Fortbildungsseminaren der Zugang zum eigenen (professionellen) Selbst über Körper, Bewegung und Handlungen in Erfahrungssituationen ermöglicht. Die mit innovativen Methoden in praktisches Erleben überführten Themen wie „eigene Grenzen kennenlernen“ oder „Wertschätzung erleben bzw. nicht erleben“ werden reflektiert, mit Fachwissen verbunden und in den Alltag übertragen, wodurch die Selbstkompetenzen der TeilnehmerInnen mobilisiert und die damit verbundene Haltung gestärkt werden soll. Über die Reflexion und Stärkung der eigenen Selbstkompetenzen lernen die TeilnehmerInnen auch viel über die Selbstkompetenzentwicklung von Kindern. Zusätzlich wird das Projekt wissenschaftlich begleitet, um eine Evaluation der Effekte für die Fachkräfte zu dokumentieren.
In der nächsten Phase des Projektes ab August 2014 soll das Thema „Selbstkompetenz“ im Rahmen der Seminarangebote noch weiter in die Breite gestreut werden. Die ersten positiven Evaluationsergebnisse sollen mit weiteren Erhebungen untermauert werden. Eine besondere Herausforderung wird das Erarbeiten eines Curriculums für eine Multiplikatorenausbildung darstellen, womit eine weitere Verbreitung der Seminare und damit auch die Sicherung der Nachhaltigkeit des Projektes zur Selbstkompetenzförderung gewährleistet werden soll. Die Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts sollen die aktuelle Qualitäts- und Professionalisierungsdebatte im Bildungsbereich bereichern.
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