Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat heute mit der Publikation „Education at a glance – Bildung auf einen Blick 2025“ einen umfassenden Vergleich der Bildungssysteme aller OECD-Staaten sowie weiterer Beitrittsländer und Partnerstaaten veröffentlicht.
Grundsätzlich unterstreicht der Bericht:
Die frühkindliche Bildung spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen zeigt, dass frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) die sprachlichen, kognitiven, sozialen und emotionalen Kompetenzen von Kindern erheblich verbessert und gleichzeitig die Selbstregulierung und das Selbstvertrauen fördert, die sie kurzfristig für einen reibungslosen Übergang in den Primarbereich benötigen. Dies gilt insbesondere für Kinder mit einem niedrigeren sozioökonomischen Hintergrund (Yoshikawa, Weiland and Brooks-Gunn, 2016[1]; Shuey and Kankaraš, 2018[2]; OECD, 2020[3]; OECD, 2021[4]). Darüber hinaus können sich die Fortschritte, die Kinder in ihren ersten Lebensjahren machen, nachhaltig auf ihren Bildungsstand, ihre schulischen Leistungen, ihr Wohlbefinden und ihr Einkommen im späteren Leben auswirken (García et al., 2020[5]; Heckman and Karapakula, 2019[6]).
Die FBBE-Angebote unterscheiden sich zwischen den Ländern, was unterschiedliche Organisationsstrukturen, Finanzierungsmechanismen und Governance-Modelle widerspiegelt. Das Angebot kann abhängig von den nationalen Systemen sowohl innerhalb als auch außerhalb der formalen Grenzen der ISCED-Klassifizierung erfolgen. In einigen Ländern werden FBBE-Bildungsgänge in ISCED 0 eingestuft, während in anderen wiederum Angebote wie Kinderbetreuungseinrichtungen oder Kindertagespflege, insbesondere für Kinder unter 3 Jahren, nicht als Teil des Bildungssystems gelten. Was den Umfang und die Qualitätssicherungsmechanismen dieser verschiedenen Angebote betrifft, kann es erhebliche Unterschiede geben, was sich auf Zugang, Beteiligung und Ergebnisseauswirkt (OECD, 2017[7]).
Die FBBE-Beteiligungsquoten sind zwar in vielen OECD- und Partnerländern in den letzten 10 Jahren erheblich gestiegen, jedoch bestehen weiterhin Unterschiede, insbesondere bei Kindern unter 3 Jahren. Auch gibt es Unterschiede bei der Beteiligung abhängig vom sozioökonomischen Hintergrund, wobei Kinder aus benachteiligten Familien – die am meisten von frühkindlicher Bildung profitieren – am seltensten teilnehmen (OECD, 2025[8]; OECD, 2024[9]). Faktoren wie Verfügbarkeit, Bezahlbarkeit, kulturelle Vorlieben und politische Prioritäten wirken sich häufig auf diese Unterschiede aus.
Zentrale Ergebnisse der OECD-Studie sind für die frühkindliche Bildung:

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Quelle: OECD