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Kritik an „KiTa-PISA“

Veröffentlicht:
18. April 2016

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen, Bundeselternvertretung, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, das Institut für den Situationsansatz und der Pestalozzi-Fröbel-Verband haben zum Vorhaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu einer internationalen Studie „Early Learning Assessment“ umfangreich Stellung genommen. Im Kern geht es in der geplanten Studie um die Feststellung von Lernergebnissen in frühkindlichen Bildungsprozessen – analog der Pisa-Studie für ältere Kinder. Außerdem soll die Wirksamkeit von politischen Maßnahmen sowie die der Fachpraxis untersucht und mit den Ergebnissen aus anderen Ländern verglichen und bewertet werden.

Effektivität und Rentabilität als Motive?

Die UnterzeichnerInnen der Stellungnahme bezweifeln neben der kritischen Hinterfragung einer solch groß angelegten Studie in der heutigen Zeit aufgrund des Forschungsdesigns die Aussagekraft der ermittelten Ergebnisse vor dem Hintergrund der weltweit sehr unterschiedlichen Bildungsverständnisse und -systeme, insbesondere mit Blick auf die Trias von Frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE). Des Weiteren befürchten sie, dass durch die geplante Normierung die Bedürfnisse, Bedarfe und auch die Rechte des einzelnen Kindes zugunsten von effektiven Ergebnisproduktionen und nachfolgenden Rentabilitätsberechnungen vernachlässigt werden. Dieses so angelegte Vorhaben widerspricht dem fachpolitischen Anspruch der Inklusion und der Diversität in der deutschen Praxis, wie sie z. B. für die FBBE in den 16 Bildungsplänen/-programmen verankert ist.

Die UnterzeichnerInnen fordern deshalb vor der Entscheidung für eine Beteiligung an der OECD-Studie eine grundlegende Diskussion über die Aufgaben, Funktion und Ziele der FBBE mit Eltern Fachkräften, Trägern sowie der Politik und der Verwaltung darüber, was pädagogisch und gesellschaftlich wünschenswert ist.

Download Stellungnahme

Quelle: Presseinfo Pestalozzi-Fröbel-Verband

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für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V.
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E-Mail: info@nifbe.de
"Im Mittelpunkt der Arbeit des nifbe steht das Kind in seinem sozialen Kontext und mit seinem Anspruch auf bestmögliche Förderung und Begleitung von Anfang an."
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