Kindertageseinrichtungen haben den Auftrag der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. Doch immer öfter werden nur noch einzelne Aufträge betont. Je nach Interesse werden z.B. die Betreuung im Sinne der Aufrechterhaltung von Öffnungszeiten oder aber die Bildung verstanden als Schulfähigkeit betont. Doch in der Kita geht es um mehr. Diesem Thema wollen wir uns in dieser kostenlosen Veranstaltungsreihe von verschiedenen Seiten nähern. Die Kita-Dialoge werden in einem Kooperationsverbund u.a. mit dem Paritätischen Gesamtverband, ver.di, BAG-BEK und nifbe durchgeführt.
Nach dem Auftaktvortrag im Februar zur Sprachbildung- und förderung stehen in diesem Halbjahr noch drei Online-Vorträge sowie eine Live-Event auf der didacta an:
Mittwoch, den 11.03.2026, 14:00 bis 14:45 Uhr
Achtung: Präsenzveranstaltung auf der didacta in Köln, Forum Frühe Bildung (Halle 8)
Der Übergang in die Schule markiert eine wichtige Weichenstellung im Leben von Kindern. Gelingt dieser Start, steigt die Wahrscheinlichkeit langfristiger Bildungserfolge und zufriedener Lebensbiografien. Was brauchen Kita-Kinder, damit sie gut in die Schule starten? Wer muss dafür zusammenarbeiten und welche Strukturen ermöglichen gelingende Übergänge? Von welchen Praxisbeispiele können wir lernen? Und braucht Kita wirklich mehr Schule oder kann auch die Kitapraxis das Lernen in der Schule bereichern?
Diese spannenden und aktuellen Fragen diskutieren
Mittwoch, den 15.04.2026, 15.00 bis 16.30 Uhr
Partizipation unterstützen kindliche Bildungsprozesse und können gleichzeitig am besten durch Erfahrung erlernt werden. Im Kita-Alltag, in kleinen und großen Alltagsituationen wie dem Anziehen, der Wahl des Spielortes oder in formalen Beteiligungssituationen wie einer Kinderkonferenz- handeln Kinder und Erwachsene ständig aus, wie dies gelingen kann. Fragen, die dabei eine Rolle spielen sind: Was entscheiden Kinder selbst und was nicht? Wo gibt es Aushandlungsprozesse und wie sehen diese aus? Welche Beteiligungsräume stellen Erwachsene zur Verfügung?
In diesem Kita-Dialog wollen wir anhand von Beispielen in den Dialog gehen, wie Partizipation umgesetzt werden kann, welche Haltung und welches Vorgehen der Pädagog*innen dies erleichtert und wie Kinder diese Situationen erleben.
Mittwoch, den 13.05.2026, 15.00 bis 16.30 Uhr
In den Bildungsplänen haben Beobachtung und Dokumentation in Kitas ihren festen Platz. Dies nicht ohne Grund. Sie unterstützen das professionelle Handeln der Fachkräfte in den Kitas und sind wichtiges Instrument, um die individuelle Begleitung von Entwicklung- und Bildungsprozessen sicherzustellen.
Zurzeit sind die etablierten Beobachtungs- und Dokumentationssysteme in Frage gestellt. Daher wollen wir diskutieren, warum setzen wir welche Systeme ein, was können sie leisten und wo sind Grenzen der Systeme?
Diese und weitere aktuelle Fragen diskutieren
Mittwoch, den 10.06.2026, 15.00 bis 16.30 Uhr
Pädagogischer Alltag ist der zentrale Bildungs- und Erfahrungsraum von Kindern in Kindertageseinrichtungen. In alltäglichen Situationen wie dem Ankommen, Essen, Spielen, Pflegen oder in Übergängen verhandeln Kinder und pädagogische Fachkräfte fortlaufend Beziehungen, Beteiligung und Verantwortung. Hier entscheidet sich, ob Kinder sich als wirksam, gehört und beteiligt erleben – oder ob Alltag vor allem organisiert und abgearbeitet wird.
Eine partizipatorische Didaktik rückt genau diese alltäglichen Situationen in den Mittelpunkt. Sie versteht Bildung nicht primär als geplantes Angebot, sondern als Prozess, der im gemeinsamen Handeln, im Dialog und in der responsiven Begleitung kindlicher Interessen entsteht. Pädagogische Fachkräfte sind dabei im Alltag immer wieder mit Situationen konfrontiert, in denen sie ihr professionelles Handeln reflektieren und neu ausrichten müssen. Dabei stellen sich unter anderem folgende Fragen:
In diesem Bildungsdialog gehen wir anhand konkreter Praxisbeispiele und theoretischer Perspektiven Fragen nach, wie eine partizipatorische Didaktik im pädagogischen Alltag umgesetzt werden kann. Im Fokus stehen pädagogische Handlungsweisen, die Beteiligung, Beziehungsgestaltung und Bildung im Alltag ermöglichen, sowie die Haltung, die dafür erforderlich ist. Gemeinsam diskutieren wir, wie Kinder diese Situationen erleben, welche Spannungsfelder sich ergeben und welche Gelingensbedingungen Partizipation im Alltag unterstützen.
Der Dialog verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit Praxiserfahrungen aus der Kita und lädt zur gemeinsamen Reflexion ein.