In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren die Kita-Fachkräfteverbände in Deutschland angesichts der bei Schuleingangsuntersuchungen ansteigenden Anzahl von Kindern mit z.B. sprachlichen Defiziten die Pläne einer „Klasse A“ oder von „ABC-Klassen“ wie in Nord-Rhein-Westfalen: „Dieses Vorgehen halten wir als Kita-Fachkräfteverbände, deren Mitglieder täglich in den Kitas der verschiedenen Bundesländer ihren Dienst tun, für nicht nachhaltig und bemängeln, dass es die grundsätzlichen Probleme des Kita-Systems außer Acht lässt. Die strukturellen Mängel verhindern vielerorts, dass Kitas ihrem gesetzlichen Auftrag, jedes Kita-Kind zu bilden, zu erziehen sowie seinem Entwicklungsstand gemäß zu betreuen und zu fördern, uneingeschränkt nachkommen können.“
Die Fachkräfteverbände fordern im Hinblick auf die seit Jahren steigenden Anforderungen an KiTa die personalen und räumlichen Ressourcen adäquat anzupassen und unterstreichen: „Kitas sind das Fundament unseres Bildungssystems. Was in den ersten Lebensjahren versäumt wird, ist auch in der geplanten Klasse Null bereits nicht mehr so leicht aufzuholen. Nachhaltiges Lernen im frühkindlichen Bereich gelingt am besten im Kontext vertrauensvoller Beziehungen. Es geht darum, die Fragen und Interessen der Kinder aufzugreifen, Impulse zu geben, spannende Lernerfahrungen zu bieten und gemeinsam die Welt zu entdecken.“
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