In ihrem im Rahmen der Vorlesung im Schloss gehaltenen Vortrag „Krippe als Raum ästhetischer Bildung“ beginnt Prof. Dr. Ursula Stenger zunächst mit einer theoretischen Klärung der Begriffe „ästhetische Bildung“ und „ästhetische Erfahrung“ im Rückgriff auf Kant, Adorno und Merleau-Ponty. Hierbei wendet sie die Begriffe in einer Gegenüberstellung von Dietrich / Krinninger / Schubert und Uhlig sowie mit Schäfer pädagogisch. Nach der theoretischen Begriffsklärung führt die Referentin Beispiele aus der pädagogischen Arbeit an – wie dem bildnerischen Gestalten, musikalischen Kulturen und theatralen Inszenierungen. In ihren Schlussfolgerungen schließt Ursula Stenger mit Überlegungen, warum ästhetische Bildung bereits in der Krippe stattfinden sollte.
Prof. Dr. Ursula Stenger ist Professorin für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Frühe Kindheit und Familie an der Universität zu Köln. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Pädagogik der frühen Kindheit, Krippenforschung, Kulturelle Bildung in der Kindheit, Entwicklung frühpädagogischer Institutionen, Pädagogische Anthropologie und Phänomenologie. Sie hat diverse Bücher und Artikel veröffentlich, darunter Arbeiten zu Themen wie „Schöpferische Prozesse. Phänomenologisch-anthropologische Analysen zur Konstitution von Ich und Welt“ und „Bildung der Gefühle in der frühen Kindheit“.