Um kulturelle Teilhabe für alle Kinder zu ermöglichen, braucht es Kita-Teams, die kulturelle Bildungsprozesse von Kindern erkennen, verstehen und gut begleiten. Kita-Leitungen kommt die Aufgabe zu, die Teams in ihren Kernaufgaben zu unterstützen und in der Personalentwicklung auf Begabungen und Interessen der Mitarbeitenden zu achten, um diese gezielt für die Schwerpunktsetzung Kulturelle Bildung zu motivieren und ihre Kompetenzen in diesem Bereich systematisch zu fördern.
Kitas, die in ihrer Konzeption kulturelle Bildung verankern, haben nicht nur ein attraktives Programm. Sie erfüllen den gesetzlichen Auftrag zur Implementierung der Kinderrechte, die seit der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention 1992 in Deutschland den Status von einfachen Bundesgesetzen haben und damit rechtskräftig gültig sind.
Wortlaut Artikel 31
Jedes Kind in Deutschland hat somit ein Recht auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben und auf die Bereitstellung von geeigneten und gleichen Möglichkeiten für kulturelle und künstlerische Betätigung. Damit ist die Ermöglichung eines Zugangs zu kultureller Beteiligung, Bildung und künstlerischer Betätigung in der Kita kein „nice to have“.
Allerdings unterscheiden sich die Vorgaben und Empfehlungen in den Bildungs- und Orientierungsplänen der sechzehn Bundesländer für diesen Bereich stark voneinander und eine vom Netzwerk frühkindliche kulturelle Bildung (NFKB) veranlasste Untersuchung aus dem Jahr 2021 zeigt, dass der Begriff kulturelle Bildung in einigen Bildungsplänen nicht einmal vorkommt. Auch einen verbindlicher Qualitätsrahmen für kulturelle Bildung in Kitas gibt es nicht. Die Bundesvereinigung kultureller Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist Herausgeberin des Positionspapiers „Spiel und Kunst von Anfang an“ und hat die Expertise zur „Qualität kultureller Bildung in Kindertagesstätten und in Kooperationen mit Kindertagesstätten“ in Auftrag gegeben. Der Robert-Bosch-Stiftung ist mit dem Handbuch „Positionen frühkindlicher kultureller Bildung“ ein Beitrag zur Weiterentwicklung des Feldes gelungen. Aktuell wird in Hessen das Modellprogramm „Kulturkita Hessen“ umgesetzt, in dem zehn Kitas bei der Gestaltung kultureller Bildungsangebote unterstützt werden. Dafür wurde der „Kompass Kulturkita“ mit Qualitätsaspekten und Reflexionsfragen entwickelt. Bisher gibt es wenig Forschung zu dem Bereich, auch wenn einige Ergebnisse der empirischen kulturellen Bildungsforschung aus qualitativer Forschung sowie der Transfer- und Evaluationsforschung vorliegen.
Von welchen Bildern lassen sich pädagogische Fachkräfte bei der Berufswahl leiten? Viele sehen sich im Kreis von Kindern spielen, gestalten, singen, forschen, sprechen und vorlesen, trösten, Mut zusprechen, also Kinder bei ihren Entwicklungs- und Bildungsschritten begleiten. Dies alles kann mit Recht als kulturelle Bildung bezeichnet werden. Der Begriff der kulturellen Bildung ist weit gefasst. Positionspapiere beziehen sich auf den sogenannten „erweiterten Kulturbegriff“. Für den Bereich der Frühpädagogik mischt sich der Begriff mit Bedeutungen, deren Traditionslinien in der erzieherischen Auseinandersetzung mit den Feldern der ästhetischen oder künstlerischen Bildung wurzeln. Auf Plattformen wie beispielsweise kubi-online.de, kita-fachtexte.de und nifbe.de finden sich zu diesen Begriffen fundierte Darstellungen. Bis heute ist im Feld der kulturellen Bildung das seit den 70er-Jahren geltende emanzipatorisch-demokratische Motto „Kultur von allen für alle“ wirkmächtig. Dieser erweiterte Kulturbegriff umfass die rezeptive – also betrachtende – und produktive – also tätige – Auseinandersetzung mit den Künsten. Musik, Bildende Kunst, Theater, Tanz, Literatur sowie Alltagskultur, Popkultur, digitale oder Medienkultur sind Gegenstand der kulturellen Bildung und sogar Naturerfahrungen können durch ihren Symbolgehalt als kulturelle Bildung betrachtet werden (Gebhard 2020).
Das Herzstück kultureller Bildung ist die Kompetenz im Umgang mit kreativen Prozessen, deren Kennzeichen ihre Unvorhersehbarkeit ist. An ihrem Anfang stehen sinnliche Erfahrungen und Wahrnehmungen, die Interesse hervorrufen und auch irritieren. Die für die Begleitung dieser Prozesse nötige Haltung ist – außer durch selbst gemachte Erfahrungen – schwer zu vermitteln. In traditionellen Lehr- und Lernsettings ist die notwendige Offenheit und forschende Haltung kaum lehrbar, da es nicht um rein kognitive Prozesse geht, sondern um einen sinnlichen (auch synästhetischen, also mehrere Sinne gleichzeitig betreffenden) Zugang, der individuell in Sinn und Bedeutung umgewandelt wird. Der diesem Vorgang zugrunde liegende Ausgangspunkt des Staunens über Phänomene der Welt ist mit dem Ursprung des kindlichen Lernantriebs in der frühpädagogischen Forschung als „Anfängergeist“ beschrieben worden. (Schäfer 2011). Künstlern wird oft eine vorurteilsfreie und damit fast kindliche Neugier attestiert – der Anfängergeist ist ihnen sozusagen erhalten geblieben und nicht abgeschliffen worden durch Bildungsprogramme, die die Lernbegeisterung eher verschütten als entfachen.
Lernen ist kein einsamer Prozess, auch wenn für manche Lernschritte Konzentration und Eigenbeschäftigung mit Gegenständen notwendig sind. Kinder lernen durch soziale Interaktion. Sie nehmen Absichten anderer wahr und erwerben kulturelle Fähigkeiten durch Imitation – Nachahmung von Handlungen, Instruktion – direkte Anleitungen oder Erklärungen – und Kooperation – gemeinsames Problemlösen (Vgl. Tomasello 2017). Lernen besteht damit – stark verkürzt – aus einem fortwährenden Wechselspiel von interessengleiteten Erfahrungen und nachahmender Übernehme von Kulturtechniken.
Kultur und Kunst sind von Kindheit an zentrale Erfahrungsräume für alle Menschen. In der frühen Kindheit hat in diesem Zusammenhang das Spiel eine zentrale Bedeutung. Spiel und Gestaltungswille lassen sich als grundlegende anthropologische Dispositionen begreifen. Sie ermöglichen Selbsterleben, Persönlichkeitsentwicklung und das Erproben neuer Ausdrucksformen. Kinder lernen mit allen Sinnen, mithilfe ihrer Hände („begreifen“) und durch soziale Interaktion. Beobachtet man Kinder in kreativen Prozessen, dann sieht man oft eine Art „improvisierte Choreografie“, die ästhetische Denk- und Handlungsformen unkonventionell mit Spielsituationen vernetzt (Vgl. BDK 1998). Für pädagogische Fachkräfte gilt es, diese dichten Momente des (ästhetischen) Lernens bei Kindern zu erkennen, ihnen Zeit einzuräumen und als Sparring-Partner bereitzustehen. Es geht darum, ein Sensorium für Flow-Momente bei Kindern zu entwickeln. Mit dem Begriff Flow wird eine selbstbestimmte Tätigkeit höchster Intensität und Konzentration bezeichnet, die mit dem Vergessen der Zeit und von körperlichen Bedürfnissen einhergeht (Csikszentmihalyi 1992). Kinder im Spiel sind der Inbegriff für diesen Zustand. Dafür brauchen sie Raum und Zeit – in den überlasteten Kitas unserer Zeit ein knappes Gut.
Die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte haben das Gesicht der Kita-Landschaft geprägt. Längere Betreuungszeiten und die Heterogenität der Familienkulturen prägen heute den Alltag in den Einrichtungen. Die gegenwärtige Diskussion um die Funktion von Kitas zeigt, dass diese – als erster Bildungseinrichtung für Kinder – heute vor der Aufgabe stehen, teilweise familienersetzend zu arbeiten (El-Mafaalani et al. 2025). Die Arbeit in der Kita bedarf vor diesem Hintergrund – nicht nur im Bereich der kulturellen Bildung – einer Aktualisierung.
Trotz der Offenheit des weiten Kulturbegriffs ist die Kulturelle Bildung an vielen Stellen immer noch durchdrungen von der klassisch bürgerlichen Hochkultur. Schillers „Briefe über die ästhetischen Erziehung des Menschen“ zeigen die Hoffnung auf Menschwerdung durch Kunst und Kultur. Dieses utopische Denken führt bis heute zur Überfrachtung der Erwartungen an die Wirkung von ästhetisch-kulturellen Erfahrungen – auch wenn diese unbestritten tiefe Prägungen hinterlassen können und zur sozial-emotionalen Entwicklung von Kindern beitragen. Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die mit einer geänderten Bevölkerungsstruktur einhergehen, werden durch kulturelle Bildung allein jedoch nicht gelöst. Jüngere Untersuchungen zeigen aber, dass Eltern aus allen Schichten sich für ihre Kinder die Begegnung mit Kunst und Kultur wünschen.
Viele Fragen müssen aktuell theoretisch und praktisch bearbeitet werden. Welche Wissensbestände sind relevant: wie kann ein Kanon an Werken in einer postkolonialen Zeit aussehen? (Lieber et al. 2023), wie gehen Kitas mit den Herkunftskulturen und Sprachen der Kinder um? um nur einige der anstehenden Diskursthemen zu nennen. Die Auseinandersetzung über eine zeitgemäße kulturelle Bildung muss möglichst unter breiter Beteiligung von Familien geführt werden und die Kinderperspektive miteinbeziehen. Sie darf nicht ausschließlich akademisch geprägt werden und muss in den Blick nehmen, was Kitas unter den derzeitigen Rahmenbedingungen überhaupt leisten können, ohne die Mitarbeiter*innen zu überfordern. In diesem Diskurs sollte nicht vergessen werden, dass Kinder ein Recht auf Ruhe, Entspannung und Erholung haben und dass kreative Momente oft in Phasen des Leerlaufs oder der Langeweile entstehen.
Kulturelle Bildung als Bildungskonzept entspricht in der pädagogische Haltung den Prinzipien der Frühpädagogik: Teilhabe, Partizipation, Stärkenorientierung, Fehlerfreundlichkeit, Interessenorientierung, Freiwilligkeit sowie Öffentlichkeit und Anerkennung sind laut einem Positionspapier der BKJ die Grundsätze kultureller Bildung.
Welche Anforderungen ergeben sich daraus an pädagogische Fachkräfte? Es erfordert Aufmerksamkeit, die Einmaligkeit einer Situation wahrzunehmen und die Bereitschaft, in manchen Momenten die Deutungshoheit aufzugeben und gemeinsam mit den Kindern zu staunen. Auch ein vorgefertigter Zeitplan kann nicht immer eingehalten werden, wenn der Flow einzelne Kinder oder Gruppen erfasst. Von den pädagogischen Fachkräften erfordert dies Risikobereitschaft und Mut, sich auf eine unvorhersehbare Reise mit den Kindern zu begeben. Geteiltes Interesse bedeutet, dass man sich nicht auf Fazit-Wissen verlassen kann. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, zu beobachten und Situationen der gemeinsam geteilten Aufmerksamkeit zu nutzen, um die Interessen der Kinder zu erkennen und ihre Vorhaben zu unterstützen und im rechten Moment, wenn beispielsweise Material zu viel Widerstand leistet, einen Impulsen zu geben, der Kindern über Momente der Frustration hinweghilft.
Wer darüber hinaus selbst Freude an kulturellen Ausdrucksformen hat, beispielsweise ein wenig Gitarre spielt (oder spielen lernt) und sich darauf einlässt, mit Kindern zu singen, zu tanzen, zu malen, Theater zu spielen, zu bauen oder Trickfilme herzustellen, kann leicht gemeinsam mit Kindern die Aufmerksamkeit auf kreatives Tun und kulturelle Tätigkeiten lenken. Solche gemeinschaftlichen Momente können auch mit dem nicht mehr ganz gebräuchlichen Wort der Mußestunden bezeichnet werden. Ihr Kennzeichen ist der entspannte Umgang mit Zeit. Sie tragen wesentlich zu Freude und Entspannung im Kita-Alltag bei. Auch Alltagssituationen wir die gemeinsamen Mahlzeiten, Anlässe wie das Feiern von Festen, Naturerlebnisse und das freie Spiel draußen oder das Philosophieren mit Kindern bieten Anlässe für kulturelle Bildung.
Es braucht dazu kein eigenes Künstlertum sondern ein grundsätzliches Verständnis für kreative Prozesse und grundlegende ästhetisch-künstlerische Kenntnisse, die von eigenen Erfahrungen ausgehen. Entscheidend ist die Interaktionsqualität zwischen Kind und Fachkraft. Gelingen inkludierende Interaktionen (Vgl. Alemzadeh 2014)? In diesen Situationen steckt – ganz entspannt und nebenbei – die Möglichkeit zu handlungsbegleitendem Sprechen und gemeinsamem Denken und damit für Sprachbildung. Für Fachkräfte ergeben sich außerdem gute Möglichkeiten für wahrnehmendes Beobachten und die daran anschließende Dokumentation. Die individuellen Interessen und kulturelle Ausdrucksformen der Kinder werden erkennbar und können in Lerngeschichten, Portfolios oder auf sprechenden Wänden sichtbar gemacht werden.
Über diese fachlichen Basis-Kompetenzen hinaus braucht es pädagogisches Handwerkszeug: Partizipationsorientierung bedeutet, Kindern Mitgestaltung zu ermöglichen. Sie können zum Beispiel die Themen für Projekte auswählen. In der kulturellen Bildung geht es grundsätzlich um individuelle Förderung, das heißt, unterschiedliche Interessen, Fähigkeiten und kulturelle Hintergründe werden wahrgenommen und berücksichtigt. Die Projektarbeit eröffnet die Möglichkeit, kulturelle Bildung in längere Lernprozesse einzubetten. In Kooperationen sind verschiedene Formen der Zusammenarbeit mit Eltern, Künstler*innen, Kulturinstitutionen im Sozialraum und dem ganzen Kita-Team denkbar.
Kita-Leitungen haben eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der pädagogischen Arbeit in einer Kita. Sie sind im Zusammenspiel mit dem Team und dem Träger für die Entwicklung von Konzeption und Leitbild der Einrichtung verantwortlich, geben Impulse für die pädagogische Arbeit und führen das Team. Im Rahmen der Mitarbeiterentwicklung planen und koordinieren sie die Weiterbildungsbedarfe der Kita-Teams und sichern somit die Qualität der pädagogischen Arbeit.
In der Konzeptionsarbeit haben Kita-Leitungen die Möglichkeit, kulturelle Bildung als festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit zu verankern. Mit dem Team sollte geklärt werden, was unter kultureller Bildung verstanden wird und in welchen Bereichen des Kita-Alltags Kinder Gelegenheit haben, ihre Kreativität zu entfalten, Ausdrucksformen zu erproben und kulturelle Vielfalt zu erleben. Biographiearbeit mit dem Team ist in diesem Zusammenhang wichtig, da viele Fachkräfte von negativen Erlebnissen mit den Fächern Kunst, Musik und Sport berichten. Auch der sprachliche Umgang mit gestalterischen Erzeugnissen von Kindern sollte geklärt werden. Das oft zu hörenden „wie schön“ kann durch eher beschreibende und fragend-dialogische Reaktionen ersetzt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Prozessorientierung, die der Ausrichtung an schönen Endprodukten vorzuziehen ist.
Projekte, Kooperationen mit Künstler*innen und kulturellen Einrichtungen sowie die Gestaltung des Alltags bieten Möglichkeiten für Kinder, aktiv am kulturellen Leben teilzuhaben und ihre eigene kulturelle Identität zu entwickeln. Weitere wichtige Faktoren sind eine Zeitstruktur, die Raum lässt für offene Abläufe und eine Raumgestaltung, wie sie zum Beispiel in Reggio- oder Atelier-Kitas zu finden ist. Materialien für kreatives Spiel und Arbeiten sind dort zentral in der Kita zugänglich. Leitung können für gute Rahmenbedingungen sorgen: kulturellen Bildung braucht ein Budget, um Material anzuschaffen. Kooperationen durch Programme wie beispielsweise Kultur macht stark können zusätzliche Ressourcen für Kitas erschließen.
Interessengeleitete und an individuellen Stärken orientierte Team-Führung ist ein weiterer Baustein, um kulturelle Bildung zu verankern. Um dauerhaft die hohe Qualität einer Kita zu erhalten, ist es notwendig, die Mitarbeitenden kontinuierlich im Einklang mit ihren Fähigkeiten und Interessen und den Bedarfen der Kita weiterzubilden. Dazu gehören sowohl die Aktualisierung des fachliche Wissens als auch die Arbeit an persönliche Fähigkeiten. Die Kita-Leitung kann einzelnen Fachkräften Weiterbildungen ermöglichen und diese mit Aufgaben betrauen, die fordern aber nicht überfordern.
Ein wichtiger Grundsatz für gelingende Teamarbeit ist, dass nicht alle alles machen müssen. Leitungen können in Teams für Verständnis und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit sorgen. In der relationalen Führung geht es darum, herauszufinden, für welche Aufgaben einzelne Mitarbeitende besonders motiviert sind. Die Mitarbeiterentwicklung hat starken Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und damit auf die Mitarbeiterbindung. In der Wirtschaft wird dieser Aufgabenbereich aus dem Personalmanagement sehr ernst genommen um Leistungsfähigkeit, Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden sicherzustellen. Die pädagogischen Fachkräfte sind das Herzstück einer jeden Einrichtung. Der langfristige Erfolg einer Kita hängt davon ab, ob gute Fachkräfte gewonnen und vor allem gehalten werden können. Die systematische Mitarbeiterentwicklung ist für Kitas ein Instrument der Mitarbeiterbindung.
Kulturelle Bildungsprozesse schulen die Sinne und erweitern die Wahrnehmungsfähigkeit von Kindern. Sie regen zum Perspektivwechsel an, erweitern die Wahrnehmung der Bedürfnisse anderer und führen damit zu höherer Empathiefähigkeit (Vgl. Keuchel 2020). Projekte kultureller Bildung finden in vielen Fällen in Gruppen statt. Gruppenaktivitäten zeichnen sich durch gegenseitige Aufmerksamkeit und Aushandlungsprozesse aus. Sie haben das Potential, Konfliktlösungskompetenz und Verantwortungsgefühl zu stärken und können damit zur sozial-emotionale Entwicklung und damit letztendlich zum Wohlbefinden von Kindern in der Kita beitragen.
Kulturelle Bildung schafft außerdem niedrigschwellige Möglichkeiten für Elternbeteiligung. Mit diesen Kontaktflächen steigt in der Regel die Elternzufriedenheit. Wenn sich Kinder und Eltern wohlfühlen, wird der Alltag für pädagogische Fachkräfte leichter. Dies steigert ihre Resilienz und Arbeitszufriedenheit.

Schwerpunkte und Themen
Beruflicher Hintergrund und Fortbildungen
Veröffentlichungen (Auswahl)