Modellprojekt
Modellprojekt startet Oktober 2010
Sprachkultur im Kita-Alltag
Das Regionalnetzwerk NordWest startet in Zusammenarbeit mit der nifbe- Forschungsstelle Entwicklung, Lernen und Kultur und der Fachhochschule Emden/ Leer im Oktober 2010 das Modellprojekt „Sprachkultur in der Kita“. In diesem Projekt soll ein ganzheitlicher Ansatz zur Sprachförderung in der Kindertagesstätte entwickelt und modellhaft umgesetzt werden.
Sprachförderung in der Kindertagesstätte ist derzeit ein viel diskutiertes Thema in der politischen Debatte. Der Austausch mit Fachkräften der Elementarpädagogik zeigt, dass Sprachförderprogramme im Kita- Alltag nicht immer einfach zu integrieren sind. Zudem haben Studien gezeigt, dass die meisten Sprachförderprogramme nur geringe oder gar keine Erfolge aufweisen.
Die Forschungsstelle Entwicklung, Lernen und Kultur konnte in ihrer Forschung zeigen, dass Kinder in ihrem familiären Umfeld unterschiedliche Sprachumwelten erleben und daran angepasste Sprachstile erwerben. Dabei zeigte sich, dass insbesondere eine elaborative Sprachumwelt Kinder dazu anregt, sich sprachlich zu äußern und an Sprachereignissen teilzunehmen. Ein elaborativer Sprachstil zeichnet sich vor allem durch häufiges Stellen offener Fragen, sowie durch positive Rückmeldungen der Erwachsenen in der Konversation mit Kindern aus, so dass Kinder ermutigt werden, eigene Gedanken vermehrt zu formulieren.
In dem Modellprojekt „Sprachkultur in der Kita“ wird eine Steigerung von elaborativen Elementen in der ErzieherInnen- Kind- Konversation im Alltag der Kindertagesstätte erzielt. In einem Training wird den ErzieherInnen aus einzelnen Kindertagesstätten der Region eine Anleitung zum elaborativen Sprachstil geboten, um ihn anschließend in den Kita-Alltag umzusetzen. Es soll in dem Projekt für die teilnehmenden Einrichtungen kein zeitlicher und personeller Mehraufwand entstehen, stattdessen werden bereits bestehende Strukturen genutzt und pädagogische Konzepte der Einrichtungen beibehalten.
Das Projektteam setzt sich aus Mitarbeiterinnen von Prof. Keller zusammen, die sowohl Leiterin der nifbe- Forschungsstelle Entwicklung, Lernen und Kultur, als auch des Fachgebietes Entwicklung und Kultur der Universität Osnabrück ist. Um den Transfer aus der Forschung in die Praxis wie auch umgekehrt sicherzustellen, hat das Projektteam die Unterstützung des nifbe- Regionalnetzwerkes NordWest.
Darüber hinaus konnte eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Emden/Leer um Prof. Caby und Prof. Jung aufgebaut werden: So beteiligen sich Studierende des Studienganges „Integrative Frühpädagogik“ innerhalb ihrer Pädagogischen Projektarbeit an diesem Modellprojekt.
Zuletzt geändert am: 02.04.2012 um 08:44
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